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Region West

Zu den Gemeinden im Norden der Region gehören überwiegend junge Familien.

Zur westsibirischen Region unseres Bistums gehören der Tjumener Oblast, der Kurganer Oblast und die Autonomen Gebiete Xanti-Mansisk und Jamalo-Nenezk. Die Region reicht von der kasachischen Grenze im Süden bis weit über den Polarkreis. Auf der riesigen Fläche von mehr als 2,8 Millionen Quadratkilometern leben jedoch nur 6,4 Millionen Einwohner. Während der Kurganer Oblast im Süden eine Bevölkerungsdichte von 12,7 Einwohner je Quadratkilometer hat, sind es im Norden nur 0,7.

Die riesigen Abbaugebiete für Erdöl- und Erdgas ziehen viele Arbeitsuchende aus den ländlichen Gebieten Westsibiriens und anderen Regionen Russlands an. Selbst aus der Ukraine sind in den letzten Jahren zehntausende Familien zugewandert, unter ihnen auch Katholiken. Große neue Städte und mehrere katholische Gemeinden entstanden auf diese Weise.

In der westsibirischen Region gibt es 12 katholische Gemeinden und 26 Seelsorgestellen.

 


Ischim

Die Krankenschwester der Caritas zeigt wichtige Handgriffe, die den Angehörigen die Pflege erleichtern.

Die Stadt Ischim wurde 1687 gegründet. Sie liegt im Osten des Tjumener Oblast, an der Magistrale der transsibirischen Eisenbahn, und hat 64.100 Einwohner. Wie in vielen Kleinstädten wandern auch in Ischim die jungen Leute auf der Suche nach Ausbildungsplätzen und Arbeit in die Großstädte ab. Auch die kleine katholische Gemeinde wurde in den letzten Jahren hart getroffen von dieser Entwicklung. 

Die Caritas in Ischim wurde in ihrer Aufbauzeit von der Omsker Caritas betreut und unterstützt. Ihre Arbeit war zunächst geprägt von der Not der Menschen während der Wirtschaftskrise der 1990er Jahre. Seit 2005 nimmt sie an den Programmen der Diözesancaritas teil und bietet professionelle Dienste an in der Arbeit mit jungen Familien und pflegebedürftigen Menschen.

Projekte der Caritas:
• Hauskrankenpflege-Zentrum
• Familienzentrum

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Hilfe für Menschen in besonderen Notlagen

 


Tjumen

Die katholische Kirche in Tjumen

Tjumen wurde 1586 gegründet und ist die älteste russische Stadt in Sibirien. Die ersten Spuren menschlicher Siedlungen führen zurück bis in die Steinzeit und die frühe Eisenzeit. Die Stadt entwickelte sich rasch durch ihre Lage an der alten Karawanenstraße, die von Mittelasien zur Wolga führte. Ausserdem verbanden Wasserwege die Stadt mit dem hohen Norden und dem Fernen Osten. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Tjumen mehrere Epochen des wirtschaftlichen Aufschwungs: den Bau der Transsibirischen Eisenbahn, die Verlegung wichtiger Betriebe aus dem europäischen Teil der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg und die Erschließung riesiger Vorkommen an Erdöl und Erdgas in den 1960er Jahren. Tjumen hat heute 604.000 Einwohner.

Die katholische Gemeinde hat in Tjumen auch eine Jahrhunderte alte Geschichte. Sie wurde von polnischen Familien gegründet und gehörte zur circa 200 km entfernten Tobolsker Gemeinde. 1904 konnte die Gemeinde eine eigene Kirche bauen, die jedoch bald von den Kommunisten konfisziert und bis 1993 als Klub und Sportsaal benutzt wurde. Seit der Rückgabe der Kirche ist die Gemeinde wieder gewachsen. 

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Hilfe für Menschen in besonderen Notlagen

 


Kurgan

Viele einsame Menschen warten in den Heimen auf Besuch und Zuwendung.

Die Stadt Kurgan wurde 1678 gegründet und hat heute 322.000 Einwohner. Kurgan ist einer der größten Verkehrsknotenpunkte des Landes. Transsibirische Eisenbahn, Autobahn und Landstrassen verbinden Sibirien mit dem europäischen Teil Russlands. Während des zweiten Weltkrieges wurden viele Industriebetriebe aus der Ukraine, Weißrussland und dem europäischen Teil nach Kurgan verlegt. Der Stadtrand ist auch heute noch gesäumt von einem dichten Netz aus Fabriken. Ebenso wie die Industriestädte in der Uralregion, hat Kurgan erhebliche Probleme mit dem hohen Schadstoffgehalt in der Luft.

Die kleine katholische Gemeinde hat ihr Pfarrzentrum in einer Wohnung im Hochhaus. Sie wird vom 200 km entfernten Tjumen betreut. Eine kleine Gruppe aktiver Gemeindemitglieder besucht seit mehreren Jahren einsame alte und behinderte Menschen in einem Pflegeheim, das über 100 km von der Stadt entfernt ist.

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Hilfe für Menschen in besonderen Notlagen