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Region Ural

Rauchende Schornsteine lassen das Ausmaß der Luftverschmutzung nur erahnen.

Der Ural ist die Grenze zwischen Europa und Asien. Zur Uralregion unseres Bistums gehört der Sverdlovsker Oblast und der Tscheljabinsker Oblast. Das Gebiet ist dicht besiedelt. Auf einer Fläche von 282.836 Quadratkilometern leben über 7,7 Millionen Menschen. Mit 39,3 Einwohnern je Quadratkilometer hat der Tscheljabinsker Oblast die höchste Bevölkerungsdichte in unserem Bistum. 

Im Ural gibt es seit über 300 Jahren Bergbau, denn die Region ist reich an Bodenschätzen. Bergbau, Metallurgie und Maschinenbau sind die wichtigsten Wirtschaftszweige und gleichzeitig die Verursacher riesiger ökologischer Probleme. In Tscheljabinsk regnen im Laufe eines Jahres bis zu 2.000 kg Schadstoffe auf die Menschen herab, in Karabasch sogar bis zu 25 kg am Tag. Auf der anderen Seite werden viele Touristen angezogen von der Schönheit der Natur und den großen Naturschutzgebieten in den Bergregionen des Ural. 

In der Uralregion gibt es 7 katholische Gemeinden und 23 Seelsorgestellen. 

 


Tscheljabinsk

Im Gemeindehaus neben der Kirche ist ein Caritaszentrum mit vielen verschiedenen Diensten enstanden.

Tscheljabinsk wurde 1736 gegründet. Sie ist eine bedeutende Industriestadt mit circa 1,13 Millionen Einwohnern. Die großen Betriebe der Schwerindustrie sind der Hauptarbeitgeber für die Bevölkerung. Die Wirtschaftskrisen der letzten 20 Jahre haben den Betrieben sehr zugesetzt und hatten verheerende Folgen für die vielen Arbeiterfamilien. Tscheljabinsk gehört zu den ökologisch am stärksten belasteten Städten Russlands.

Die katholische Kirche wurde 1999 eingeweiht. Die Gemeinde ist vielseitig sozial engagiert. Im Gemeindehaus ist in den letzten Jahren ein großes Caritaszentrum entstanden. Eine besondere Aufgabe und Herausforderung für die Mitarbeiterinnen der Caritas ist die Mütterschule im Frauengefängis. 

Projekte der Caritas:
• Kinderzentrum „Regenbogen“
• Hauskrankenpflege-Zentrum
• Mutter-Kind-Heim mit Familienzentrum
• Mütterschule im Frauengefängnis

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Hilfe für Menschen in besonderen Notlagen
• Besuchsdienst im Frauengefängnis
• Beratung für Suchtkranke und Angehörige
• Suppenküche und Kleiderkammer für Obdachlose

 


Nishni Tagil

Die Angst vor einer Tuberkuloseinfektion schreckt die Schwestern nicht ab, wenn verlassene Menschen Hilfe brauchen.

Die Stadt Nishni Tagil liegt am Osthang des Ural, circa 20 Kilometer hinter der Grenze zu Europa. Sie wurde 1722 gegründet und hat heute 372.780 Einwohner. Ihre Bedeutung als Industriestandort wuchs in den 1930er Jahren durch das Waggonbaukombinat. Hier ging 1936 der erste russische Güterwaggon und 1937 der erste Straßenbahnwagen vom Band. Die Wirtschaftskrisen der letzten 20 Jahre haben auch Nishni Tagil hart getroffen. Viele Familien haben ihre Arbeit und ihre Existenzgrundlage verloren.

Die katholische Gemeinde hat ihr Zentrum in einer Siedlung am Stadtrand, in der viele arme Familien leben. Das Kinderzentrum arbeitet seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 in den Räumen der benachbarten Schule. Für Tuberkulosekranke, Obdachlose und Familien in Not sind die Ordensschwestern oft die einzige Zuflucht.

Projekte der Caritas:
• Kinderzentrum „Sabota“

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Betreuung und Pflege tuberkulosekranker und obdachloser Menschen
• Hilfe für Menschen in besonderen Notlagen
• Beratung für Suchtkranke und Angehörige

 


Jekaterinburg

Die Kinder machen sich auf den Weg in ein Altenheim.

Jekaterinburg wurde 1723 gegründet und ist mit 1,35 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt in Russland. Sie liegt am Osthang des mittleren Urals. Dieser Teil des Gebirges hat keine hohen Berge und eignete sich deshalb besonders für den Bau aller wichtigen Verkehrsverbindungen vom europäischen Teil Russlands nach Sibirien. Dadurch entwickelte sich die Stadt zu einem strategischen Zentrum, das bis heute eine wichtige Rolle spielt bei der Verbindung zwischen dem europäischen und dem asiatischen Landesteil.

Die katholische Gemeinde entstand vor 400 Jahren durch verbannte Polen. 1913 hatte sie circa 1.000 Mitglieder. In der kommunistischen Ära wurde die Kirche abgerissen und die Gemeinde fast vollständig zerstört. Bis zur Einweihung der neuen Kirche im Juli 2000 war sie bereits wieder auf 500 Mitglieder angewachsen. Zum sozialen Engagement der Gemeinde gehört vor allem der Besuch bei Alten und Kranken. An Festen treten die Kinder mit kleinen Theaterstücken und Konzerten in Krankenhäusern und Heimen auf.

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Hilfe für Menschen in besonderen Notlagen
• Beratung für Suchtkranke und Angehörige