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Region Omsk

Die Erträge reichen oft nicht für den Lebensunterhalt der Familien.

Der Omsker Oblast grenzt im Süd-Westen an Kasachstan, im Osten an den Novosibirsker Oblast. Er hat eine Bevölkerungsdichte von 14 Einwohner je Quadratkilometer. Auf einer Fläche von 139.700 km² leben etwa 1,97 Millionen Einwohner, davon 56% in Omsk. Im Süden der Region gibt es große Steppengebiete, im Norden Taiga und Sümpfe. Das Kontinentalklima mit Temperaturschwankungen von 70-80 °C ist risikoreich für die Landwirtschaft. 

Viele Menschen aus den perspektivlosen Dörfern arbeiten in der Erdöl- und Erdgasgewinnung im Norden des benachbarten Tjumener Oblast. Für das Leben in den Dörfern bedeutet das meist, dass die Väter oder beide Eltern über lange Zeit im Norden sind und ihre Kinder bei den überforderten Großmüttern leben. Viele der zurückbleibenden Erwachsenen im arbeitsfähigen Alter sind Alkoholiker.

Im Omsker Oblast gibt es 12 katholische Gemeinden und 2 Seelsorgestellen.
 


Omsk

Die Stadt Omsk wurde 1716 gegründet als Grenzfestung und Verbannungsort. Ihr berühmtester Häftling war Michail Dostojewski. Durch den Bau der Transsibirischen Eisenbahn wuchs die Bedeutung der Stadt als Industriestandort. In den Umbrüchen der 1990er Jahren ist die Industrie jedoch fast vollständig zusammengebrochen. Neue Arbeitsplätze entstanden in den letzten Jahren hauptsächlich im Handel und im Dienstleistungssektor. Im Vergleich mit den Nachbarregionen hat das Omsker Gebiet ein deutlich niedrigeres Lebensniveau. Besonders auffällig ist die niedrige Lebenserwartung der Männer; 80% sterben noch vor dem Rentenalter.

Jedes Jahr bekommen mehr als zehntausend Menschen Hilfe im Caritaszentrum in Omsk.

Die Caritas Omsk wurde 1995 gegründet und ist als Organisation staatlich anerkannt. In den Jahren seit der Gründung hat sie sich zum zweitgrößten regionalen Caritasverband in Russland entwickelt. Im sozialen Netzwerk der Region ist die Caritas bekannt für ihre Leistungsfähigkeit und ihre innovativen Methoden in der Sozialarbeit. In Kooperation mit den Sozialämtern und anderen Einrichtungen unterstützt sie Familien mit Kindern und Menschen in besonderen Notlagen in der Stadt und in den 32 Landkreisen des Omsker Oblast. 

In den letzten Jahren hat sich eine gute Zusammenarbeit mit Hochschulen der Stadt entwickelt. Studenten der Fachrichtungen Sozialarbeit und Sozialpädagogik absolvieren Praktika in der Caritas und lernen von den praktischen Erfahrungen der Mitarbeiter. Die eigenen Erfahrungen mit anderen teilen - das ist auch das Anliegen des Bildungszentrums der Caritas, das seit Mai 2011 eine staatliche Lizenz für berufliche Fortbildung hat.

Projekte der Caritas:
• Sozialberatung
• Suppenküche
• Kleiderkammer
• Lebensmittelpakete
• Kinderzentrum „Land der Freude“
• Familienzentrum / Frühförderzentrum
• Hauskrankenpflege-Zentrum
• Straßenambulanz für Obdachlose
• Katastrophenhilfe
• Bildungszentrum mit Gästebereich

Ehrenamtliche soziale Dienste der Pfarrgemeinden:
• Seniorenclub „Joachim und Anna“
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Betreuung Obdachloser im Krankenhaus Nr. 9

 


Slavjanka

Im Kinderzentrum lernen auch die zwangsumgesiedelten Stadtkinder Gemüse und Kartoffeln im Garten anzubauen.

Das Dorf Slavjanka liegt 160 km südlich von Omsk im Landkreis Novowarschavka, im Steppengebiet unweit der kasachischen Grenze. Das Dorf hat circa 2.200 Einwohner, davon sind 65% arbeitsfähige Erwachsene, 20% minderjährige Kinder, 15% Rentner und Behinderte. Früher war das Dorf eine Arbeitersiedlung mit einem großen Reparaturbetrieb für Traktoren. Heute gibt es keinen einzigen Betrieb mehr und damit keine Arbeitsplätze. Die Hälfte der arbeitsfähigen Erwachsenen sind arbeitslos, jeder Dritte hat nur gelegentlich einen geringfügig bezahlten Job. Durch die Perspektivlosigkeit wächst der Alkoholismus, von dessen Folgen fast jede Familie im Dorf betroffen ist.

Heizung und Wasserversorgung funktionieren schon lange nicht mehr, weil die meisten Familien die Kosten nicht bezahlen können. Die vielen leerstehenden Wohnungen sind billig, weil sie in sehr schlechtem Zustand sind. Seit mehreren Jahren werden verschuldete Familien aus Omsk in diese billigen Wohnungen in Slavjanka umgesiedelt. Erwachsene und Kinder fühlen sich entwurzelt und haben extreme Probleme bei der Integration.

Die Caritas kümmert sich in Slavjanka um Kinder und Jugendliche, deren Familie besonders hart betroffen ist von Armut und Perspektivlosigkeit.

Projekte der Caritas:
• Kinderzentrum „Hoffnung“

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Hilfe für Familien in besonderen Notlagen

 


Sargatskoje

Das Dorf Sargatskoje liegt 120 km nördlich von Omsk und ist das Zentrum des Landkreises. Der Ort hat circa 9.500 Einwohner, von denen jeder Dritte minderjährig ist. Die soziale Situation im Dorf und besonders die Lage der Familien mit Kindern ist seit Jahren anhaltend kritisch. Mehr als 500 Familien haben ein Einkommen, das deutlich unter dem Existenzminimum liegt. Über 12% aller Familien werden von der Administration als sozial erheblich gestört eingestuft. Jedes vierte Kind im Dorf wird von den Eltern grob vernachlässigt und wächst in sozialen Verhältnissen auf, die seine Entwicklung gefährden.

 Ausserdem besuchen die ehrenamtlichen Helfer jeden Monat einsame, alte Menschen auf der Pflegestation des Chochlovsker Landkrankenhauses. Sie feiern mit ihnen Geburtstag, gestalten kleine Feste und Konzerte.

Projekte der Caritas:
• Familienzentrum

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Besuchsdienst auf der Pflegestation des Chochlovsker Landkrankenhauses
• Hilfe für Menschen in besonderen Notlagen

 


Serebropolje

Sie wissen um die Nöte der Familien und helfen wo sie können.

Die Dörfer Serebropolje und Prischib liegen ca. 80 km von Omsk entfernt im deutschen nationalen Landkreis Asowo. Vor Beginn der Bankenkrise hatten viele Familien Kredite aufgenommen für seit langem erforderliche Reparaturen am Haus, für die Anschaffung von Haushaltsgeräten und Möbeln und die Ausbildung ihrer Kinder. In Folge der erneuten Wirtschaftskrise sanken die Löhne in der landwirtschaftlichen Genossenschaft und wurden nur unregelmäßig gezahlt. Viele Leute wurden wegen Stellenabbau entlassen, doch andere Arbeitsplätze gibt es in der Umgebung nicht. Um die Kredite abzahlen zu können, waren viele Familien gezwungen ihr Vieh zu verkaufen.

Die Caritashelferinnen der katholischen Gemeinde in Serebropolje kümmern sich besonders um die armen Familien in beiden Dörfern .

Projekte:
• Eine Kuh für bedürftige Familien mit Kindern

Ehrenamtliche soziale Dienste in der Pfarrgemeinde:
• Besuchsdienst bei Alten, Kranken und Behinderten
• Hilfe für Menschen in besonderen Notlagen